07.09.2010
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Das müssen Sie lesen
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Text von Dr. H.-P. Zimmermann zur Colortherapie
Empfehlenswerte Kurzfassung für Einsteiger!
Bischof, Marco: Biophotonen - das Licht in unseren Zellen.
13. Aufl., Zweitausendeins -Verlag Frankfurt 2005, 521 S., 108 Abb., 20,89 €.
Dieses Buch ist ein „Muß“ für jeden, der sich mit Lichttherapie (mit und ohne „Farbe) und mit der Behandlung über „Energie“ auseinandersetzen will. Dem Autor gelingt es, in einer anregenden Sprache die komplizierten Zusammenhänge zwischen Physik, Biochemie und Naturphänomenen bis in die historischen Wurzeln nachzuzeichnen. Auch wenn die „Therapie mit farbigem Licht“ nur auf 25 Seiten dargestellt ist, so ist die Einbettung der Colortherapie in das logisch-flüssige Theoriekonzept von Prof. Dr. Fritz-Albert Popp überzeugend und plausibel dargestellt. In seinem Teil 5 „Ausblick“ gelingt es Bischof, das Revolutionäre in diesen Forschungsansätzen „seherisch“ darzustellen. Insgesamt ein hervorragend gemachtes, flüssig geschriebenes und detailliert recherchiertes Buch, das sich auch als Nachschlagewerk eignet.
Goethe, Johann Wolfgang von: Die Tafeln zur Farbenlehre und deren Erklärung.
Inselverlag Frankfurt 1994, 93 S., 16 Abb., gebunden. 10,80 €.
Dieses kleine Bändchen verschafft einen wichtigen Eindruck von Goethes „Farbenlehre“, in der er sich in einer für heute kaum verständlichen Polemik mit den naturwissenschaftlich- physikalischen Erkenntnissen seiner Zeit, insbesondere mit den Experimenten von Newton, auseinandersetzt und sich einer Trennung von Naturwissenschaft und Kunst heftig widersetzt. Seine im angehängten Beitrag von Jürgen Teller erhobene Forderung nach der „exakten sinnlichen Phantasie“ kann als historische Ermunterung die „Alternativmediziner“ über die Jahrhunderte hinweg bestärken. Zum Verständnis selbst trägt die „Farbenlehre“ allerdings wenig bei.
Küppers, Harald: Das Grundgesetz der Farbenlehre.
10., überarbeitete und aktualisierte Aufl. DuMont-Verlag Köln 2004, 340 S., 135 Abb., davon 45 in Farbe. 12,00 €.
Der Autor hat in 45 Paragraphen alles Wichtige zur Farbempfindung und Farbgestaltung zusammengetragen und belegt es in verständlicher und leicht zu lesender Sprache. Für einen Colortherapeuten erscheint es sehr sinnvoll, sich diese Unterlagen zu erarbeiten, auch wenn sich dieses Buch primär an Lehrer und Schüler wendet, die konkreten Umgang mit Farben (z.B. Drucker, Maler) haben.
Liberman, Jacob: Die heilende Kraft des Lichts, der Einfluss des Lichts auf Psyche und Körper
Serie Piper; Piper München, Zürich, 6. Auflage, Juli 2005, 287 Seiten.
Das Buch, das 1993 erstmals im Scherz-Verlag im deutschsprachiger Ausgabe vorgelegt wurde, ist 1991 geschrieben und das wichtigste Werk des 1947 in Havanna auf Kuba geborenen Autors geblieben. Er studierte Medizin an der Universität von Georgia in den USA, wo er sich als Optometrist und Augenarzt spezialisierte. In Aspen / Colorado hat er zwischenzeitlich mehr als fünfzehntausend Patienten (wohl Stand 2005) behandelt.
Dieses Buch ist das bisher einzige allgemeinverständliche Sachbuch über den Einfluss von Licht und Farben auf Körper und Geist des Menschen. Es gibt Ratschläge zur Nutzung des Lichts für die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, der Sehkraft, des Gedächtnisses und anderer Funktionen des vegetativen Nervensystems.
Im Rahmen unserer (der Colortherapeuten!) Herangehensweise ist der Autor in faszinierender und verständlicher Weise der „Lichtkraft“ verpflichtet und referiert im Wesentlichen nur die physikalisch-biologische Realwirkung!
Lüscher, Max: Der Vier-Farben-Mensch. Der Weg zum inneren Gleichgewicht.
Überarbeitete Neuauflage, Ullstein-Taschenbuchverlag Berlin 2005, 215 S. mit farbiger Tafel zur Lüscher-Farbenlehre. 9,95 €.
Lüscher ist wohl der Pionier und die Autorität der Farbpsychologie im deutschsprachigen Raum und sollte mit seinen Zuordnungen und Befunden Eingang in die Colortherapie finden. Auch wenn die Nützlichkeit von Lüscher’s Funktionspsychologie und Funktionsphilosophie sowie seine Beiträge zur Psychodiagnostik heute praktisch bedeutungslos geworden sind (und diese in der Neuauflage auch nicht mehr erscheinen!), ist der salutogenetische Anspruch von Lüscher absolut modern und aktuell. Dieses Buch ist obwohl fast 30 Jahre alt noch immer lesenswert und hilfreich.
Kleine-Horst, Lothar: Empiristische Theorie der Gefühlswirkung von Farben.
Enane-Verlag Köln 1992, 55 S.
Das schmale Bändchen ist in seiner Eigenständigkeit ein lesenswerter Beitrag zur Farbpsychologie als Wissenschaftszweig der Experimentalpsychologie. Die „Farbgefühle“ wurden überzeugend erarbeitet, stehen allerdings teilweise deutlich in Widerspruch zur Lüscher’schen Theorie. In der spärlichen Literatur zur „Farbwirkung“ stellt auch diese Veröffentlichung eine nützliche Ergänzung dar.
Ludwig, W: Informative Medizin. Krankheits-Ursachen / Behandlung ohne Chemie.
VGM-Verlag für Ganzheitsmedizin Essen 1999, 231 S., 62 Abb., 10 Tab.
Prof. Popp schreibt in seinem Vorwort zu diesem Buch: „Wolfgang Ludwig gehört sicher zu den Physikern, die die Komplementärmedizin in Deutschland wesentlich mitgeprägt haben.“
Trotzdem erscheint mir dieses Buch im Vergleich zu Marco Bischof für einen physikalischen Laien schwer verständlich. Zudem hat es den Nachteil, daß es auch Werbung für Ludwig’s umfangreiche technische Entwicklungen und das apparative Angebot zu sein scheint. Insoweit ist es für jeden nützlich, der neben der theoretischen Darstellung auch ein konkretes Angebot für seine Praxisausstattung sucht.
Schiegl, Heinz: Color-Therapie. Heilung durch die Kraft der Farben
Knaur Taschenbuch 76041, ISBN 3-426-76041-x, 234 S. mit 6 Farbfiltern, 236 Seiten (nur antiquarisch).
Dieses Buch ist 1979 erstmals erschienen und wurde 1993 in der Reihe „Alternativ heilen“, die von Gerhard Riemann herausgegeben wird, offensichtlich neu bearbeitet und erweitert. Es beschäftigt sich ausführlich mit der Geschichte der magischen Heilwirkung von Farben; entbehrt allerdings einer Anknüpfung an die physikalische Theorie. Es scheint getragen von der therapeutischen Erfahrung des Autors und ist für alle von großem Interesse, die die Color-Therapie mit Homöopathie verbinden wollen. Der Rezensent kann allerdings diesen Teil nicht kritisch überprüfen und zudem geht die Mehrheitsmeinung in der Literatur eher weg von der magisch-psychologischen Wirkung der Farben zur physikalisch-biologischen (Real-) Wirkung.
(Rezensionen: Dr. med. Michael Ullmann, Augsburg, 2006-8)
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